28. September 2023

PROGRAMMVORSCHAU OKTOBER 2023

Veranstaltungen, Workshops und Projekte der Stiftung Forum Recht im Oktober – in Karlsruhe, Leipzig, online und bundesweit

Mittwoch, 11. Oktober 2023, 18:30 Uhr
Podiumsdiskussion: Kriegsverbrechen vor deutschen Gerichten: Potenziale und Hürden des angewandten Völkerstrafrechts
Ort: Zeitgeschichtliches Forum Leipzig, Grimmaische Straße 6, 04109 Leipzig

Seit 2002 gilt in Deutschland das Völkerstrafgesetzbuch. Es ermöglicht Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen auch dann vor deutschen Gerichten anzuklagen, wenn diese im Ausland und von Personen ohne deutsche Staatsbürgerschaft begangen worden sind. Seitdem gab es Prozesse unter anderem im Zusammenhang mit dem Völkermord in Ruanda oder Kriegsverbrechen im syrischen Bürgerkrieg. Auch für die Verfolgung von Verbrechen, die im Zuge des russischen Angriffskriegs in der Ukraine begangen wurden und werden, wird über eine Verfolgung der Täter:innen vor deutschen Gerichten diskutiert.
Diese Themen werden bei der Veranstaltung „Kriegsverbrechen vor deutschen Gerichten: Potenziale und Hürden des angewandten Völkerstrafrechts“ am Mittwoch, 11. Oktober 2023, ab 18:30 Uhr im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig erörtert: Teilnehmende an der von der Stiftung Forum Recht und der Revolutionale veranstalteten Podiumsdiskussion sind Kateryna Busol (Völkerstrafrechtlerin an der National University of Kyiv – Mohyla Acadamy, Ukraine), Roman Koval (Koordinator für Recherchearbeiten, Truth Hounds Ukraine, einer NGO, die Kriegsverbrechen dokumentiert), Mariana Karkoutly (syrische Rechtsanwältin und Menschrechtsaktivistin, die den Koblenzer Prozess beobachtet hat) und Dr. Somi Nikol (Bundesanwaltschaft). Die Moderation übernimmt Alexandra Kemmerer (Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht, Heidelberg, Wissenschaftliche Referentin und Koordinatorin).
Besonders die Potenziale des Völkerstrafrechts, eine Dokumentation von Kriegsverbrechen und die Möglichkeiten Verfahren anzustoßen und zu begleiten, werden zum Thema gemacht. Aber auch die Frage, wie zivilgesellschaftlicher Aktivismus Verfahren anstoßen und begleiten kann, wird diskutiert.
Sprache: Die Veranstaltung findet auf Englisch mit deutscher Übersetzung statt.
Teilnahme: Der Eintritt kostenfrei, eine Anmeldung nicht erforderlich.
Weitere Informationen: www.stiftung-forum-recht.de und www.revolutionale.de

Dienstag, 17. Oktober 2023, 18:00 Uhr
Podiumsdiskussion: Wie kann der Zugang zu Recht gerechter werden?
Ort: DAV-Haus, Littenstraße 11, 10179 Berlin

Bei deutschen Zivilgerichten gehen laut einem aktuellen Bericht des Bundesministeriums der Justiz (BMJ) immer weniger Verfahren ein. Doch warum wird weniger geklagt? Könnte der Rückgang der Klagebereitschaft mit dem Zugang zum Rechtssystem – und möglicherweise einem mangelnden Verständnis darüber – zusammenhängen? Diese wichtigen Fragen werden bei der von der Stiftung Forum Recht und dem Deutschen Anwaltverein organisierten Podiumsdiskussion zum Thema gemacht.
Am Dienstag, 17. Oktober 2023, wird um 18:00 Uhr im DAV-Haus in Berlin diskutiert, was Anwält:innen als Mittler:innen zwischen Rechtsuchenden und der Justiz tun können, um den Zugang zu erleichtern. Dies und weiteres erörtern unter anderem Monika Nöhre (Präsidentin des Kammergerichts a.D. und Mitautorin des BMJ-Abschlussberichts), Marco Klock (Gründer des LegalTech-Unternehmens rightmart) und Rebecca Richter (Dunkel Richter Rechtsanwältinnen, Berlin). Dabei wird auch diskutiert, welche Rolle strukturelle Ungleichheiten und soziale Faktoren bei der Entscheidung spielen, die eigenen Rechte einzufordern und wird ebenso zum Thema gemacht, ob solche Hindernisse mit Hilfe digitaler Anwendungen überwunden werden können. Moderiert wird das Gespräch von Ulrich Schellenberg.
Teilnahme: Die Teilnahme ist kostenfrei.
Weitere Informationen: www.stiftung-forum-recht.de und anwaltverein.de

Mittwoch, 18. Oktober 2023, 19:00 Uhr
Film- und Gesprächsreihe: „Die anderen Plätze“ von Marco Kugel und Simon Quack (Dt. 2017)
Ort: Kinemathek Karlsruhe, Kaiserpassage 6, 76133 Karlsruhe

Zum nächsten Film- und Gesprächsabend der Stiftung Forum Recht und der Kinemathek Karlsruhe wird am Mittwoch, 18. Oktober 2023, um 19:00 Uhr der Dokumentarfilm „Die anderen Plätze“ von Marco Kugel und Simon Quack, (Deutschland 2017) gezeigt. Die Dokumentation macht Fußballprofis zum Thema und blickt dabei jedoch auf die, die zwar Profis sind, aber keinen Verein und kein Einkommen haben. Jeden Sommer veranstaltet die Spielergewerkschaft VDV in Duisburg ein Camp für sie. Der Film folgt ihnen beim Training, bei Test-Spielen und beim persönlichen Coaching. Existenzängste, Träume, Wünsche und Hoffnungen, dass doch noch ein Scout Interesse zeigt und ihnen einen Vertrag anbietet, werden sichtbar. „Die anderen Plätze“ bietet damit einen Blick auf die Realität des Fußballbetriebs aus einer ungewöhnlichen Perspektive und thematisiert, wie die Unterhaltungs- und Sportindustrie ineinandergreifen. Zur Veranstaltung ist Filmemacher Simon Quack als Gesprächsgast mit dabei.
Die Film- und Gesprächsreihe „Recht und Gerechtigkeit – zwischen Utopie und Realität“ ist eine Kooperation der Stiftung Forum Recht und der Kinemathek Karlsruhe. Glanzlichter der internationalen Filmkultur stehen auf dem Programm, im Anschluss wird mit ausgewählten Expert:innen zu Themen wie Klima, Strafe, Sport und Gerechtigkeit diskutiert.
Weitere Informationen: www.stiftung-forum-recht.de und kinemathek-karlsruhe.de

Donnerstag, 26. Oktober 2023, 13.00 Uhr
Buchdiskussion: Stadt ohne Wachstum? „Klimawandel & demografischer Wandel als Chance“ im Rahmen des „GlobeFestival“
Ort: Stiftung Forum Recht, Universitätsstraße 20, 04109 Leipzig

Was bedeutet es, eine Welt voller schrumpfender Städte zu haben? Sind sie zum Niedergang verurteilt oder können wir den Bevölkerungsrückgang von wirtschaftlichem Verfall, verlassenen Gebäuden und Verarmung abkoppeln?
Im Juni 2023 erschienenen Buch „Smaller Cities in a Shrinking World“ (Kleinere Städte in einer schrumpfenden Welt) von Alan Mallach, versucht der Stadtpolitik-Experte zu verstehen, wie sich Bevölkerungsrückgang und Wirtschaftswachstum in Verbindung mit anderen Kräften – insbesondere dem Klimawandel – in den kommenden Jahrzehnten auf Städte in der ganzen Welt auswirken werden. Zur Veranstaltung in der Stiftung Forum Recht am Donnerstag, 26. Oktober 2023 um 13:00 Uhr, stellt Mallach, der am Center for Community Progress in Washington, D.C., USA, als Senior Fellow tätig ist, sein Werk persönlich vor. Die Themen und Thesen werden gemeinsam mit Prof. Dr. Thilo Lang (Leibniz-Institut für Länderkunde, Leipzig, Abteilungsleiter Regionale Geographie Europas) und Dr. Annegret Haase (Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung UFZ, Leipzig, Wissenschaftliche Mitarbeiterin) diskutiert.
Diese Veranstaltung findet im Rahmen des GlobeFestival statt und wird gemeinsam mit dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung UFZ organisiert. Das GlobeFestival ist ein Leipziger Wissenschaftsfestival, das vom 24. bis 27. Oktober 2023 kreative Begegnungsräume schafft, in denen sich Forschung, Kunst, Zivilgesellschaft und Politik begegnen. Organisiert wird das GlobeFestival vom ReCentGlobe, dem Forschungszentrum für globale Dynamiken der Universität Leipzig.
Sprache: Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.
Teilnahme: Der Eintritt ist kostenfrei, eine Anmeldung nicht erforderlich.
Weitere Informationen: www.globe-festival.de

Donnerstag, 26. Oktober 2023, 15:00 Uhr
Diskussion: Ziviler Notstand? GlobeForum zum Thema „Klimaprotest und Rechtsstaat im Konflikt” im Rahmen des „GlobeFestival“
Ort: Stiftung Forum Recht, Universitätsstraße 20, 04109 Leipzig

Im Rahmen des diesjährigen GlobeFestival in Leipzig diskutieren am Donnerstag, 26. Oktober 2023 um 15:00 Uhr, in der Stiftung Forum Recht Dr. Karsten Haustein (Universität Leipzig, Institut für Meteorologie), Luka Scott (Pressesprecherin von Ende Gelände sowie Sprecherin von Repression nicht Zustellbar), Eric von Dömming (Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt, Wissenschaftlicher Mitarbeiter) und Jana Wolf (Ludwig-Maximilians-Universität München, Doktorandin am Lehrstuhl für Deutsches, Europäisches und Internationales Strafrecht und Strafprozessrecht sowie Wirtschaftsstrafrecht) zum Thema „Ziviler Notstand? Klimaprotest und Rechtsstaat im Konflikt“.
Das GlobeFestival ist ein Leipziger Wissenschaftsfestival, das vom 24. bis 27. Oktober 2023 kreative Begegnungsräume schafft, in denen sich Forschung, Kunst, Zivilgesellschaft und Politik begegnen. Organisiert wird das GlobeFestival vom ReCentGlobe, dem Forschungszentrum für globale Dynamiken der Universität Leipzig.
Sprache: Die Veranstaltung findet in deutscher Sprache statt.
Teilnahme: Der Eintritt ist kostenfrei, eine Anmeldung nicht erforderlich.
Weitere Informationen: www.globe-festival.de

Kontakt

Silke Janßen
Leiterin Marketing, Kommunikation und Digitales
Stiftung Forum Recht
Mobil +49 176 60461608
E-Mail: janssen@stiftung-forum-recht.de

Bildmaterial

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Über die Stiftung Forum Recht

Die Stiftung Forum Recht wurde 2019 als bundesunmittelbare Stiftung öffentlichen Rechts durch ein Gesetz des Deutschen Bundestages gegründet mit Sitz in Karlsruhe und einem Standort in Leipzig. Sie gestaltet vielfältige analoge und digitale Ausstellungs-, Veranstaltungs- und Bildungsformate und schafft Räume, in denen Menschen über ihre Erfahrungen mit dem Recht und dem Rechtsstaat sprechen: in Karlsruhe, Leipzig, mobil in ganz Deutschland und digital.