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Panel: Recht extrem! Haben wir eine wehrhafte Demokratie?

Details

Datum:
16. Mai
Zeit:
18:30 – 20:00
Webseite:
https://www.vhs-leipzig.de/p/normale-kurse-495-C-D108020K

Veranstaltungsort

VHS (Volkshochschule) Leipzig
Löhrstraße 3-7, 04105 Leipzig
Raum 301 (Aula)

Wie kann man unsere Demokratie mit den Mitteln des Rechts schützen? Expert*innen aus Recht, Wissenschaft & Zivilgesellschaft diskutieren über Parteiverbote und weitere Maßnahmen.

Seit der Veröffentlichung der Correctiv-Recherche zu den engen Verbindungen zwischen rechtsextremen Vordenkern und der Partei Alternative für Deutschland gehen bundesweit zehntausende Menschen auf die Straßen. Sie protestieren gegen Rechtsextremismus und machen auf die Gefahr aufmerksam, die er für eine offene Gesellschaft darstellt. Ein Parteiverbot der AfD wird debattiert: Die einen sehen es als gebotenes Mittel zum Schutz von Rechtsstaat und Demokratie – eine Petition zur Prüfung des Verbots findet großen Zuspruch. Andere halten dieses Vorgehen für falsch oder aussichtslos und warnen, ein Parteiverbot könne die Spaltung der Gesellschaft vertiefen oder dessen Scheitern vor dem Bundesverfassungsgericht stärke extreme politische Überzeugungen erst recht. In dieser Veranstaltung möchten wir nicht das Pro und Contra eines Parteiverbots diskutieren, sondern die dahinterstehenden Fragen klären: Welche Gefahren für Rechtsstaat und Demokratie könnten tatsächlich von extremen Parteien ausgehen? Wie läuft ein Parteienverbotsverfahren überhaupt ab? Welche juristischen Hürden gibt es? Welche politischen und gesellschaftlichen Risiken sind damit verbunden? Und gibt es andere, vielleicht bessere Mittel, um unsere Demokratie mit den Mitteln des Rechts zu schützen?

Mit:

Steven Hummel, chronik.LE, Projekt zur Dokumentation und Analyse von Extremismus in Leipzig und Nordsachsen. Er ist seit Jahren aktiv in zivilgesellschaftlichen Initiativen gegen Rechts im ländlichen sächsischen Raum.

Johannes Kieß, Else-Frenkel-Brunswik Institut (EFBI) für Demokratieforschung in Sachsen. Er forscht an politischen Einstellungen, vor allem zu Rechtsextremismus, Antisemitismus und anderen antidemokratischen Einstellungen.

Marie Müller-Elmau, Verfassungsblog. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Thüringenprojekt des Verfassungsblogs, ein Forschungsprojekt zu Resilienz von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in Deutschland. Am Beispiel von Thüringen wird erforscht, welche Macht und Spielräume eine autoritär-populistische Partei auf Landesebene hätte.

Die Moderation wird die Investigativ-Reporterin Sarah Ulrich aus Leipzig übernehmen.

Der Eintritt ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Eine Kooperation mit der Stiftung Friedliche Revolution, der Volkshochschule Leipzig und der Bürgerrecht.Akademie. Mehr Informationen: REVOLUTIONALE – Conflict:ed 2024