11. Mai 2026
Studienreise: Internationales und europäisches Recht
Vom 17. bis 25. Oktober 2026 führt die Reiseroute von Karlsruhe über Straßburg, Luxemburg und Brüssel bis nach Den Haag.
Mit der diesjährigen Studienreise zum Thema „Internationales Recht“ bietet die Stiftung Forum Recht Multiplikator:innen ein besonderes Fortbildungsformat: praxisnah, international und vernetzend. Von Samstag, 17. bis Sonntag, 25. Oktober 2026, erwartet die Teilnehmenden ein intensives, abwechslungsreiches Programm mit exklusiven Einblicken, fachlichen Impulsen und Raum für Austausch.
In neun Tagen führt die Reise durch fünf zentrale Orte des europäischen und internationalen Rechts. Den Auftakt bildet Karlsruhe, die „Residenz des Rechts“. Hier schaffen ein thematischer Stadtrundgang, erste Impulse und Workshops eine fundierte inhaltliche Grundlage. Anschließend geht es weiter nach Straßburg mit Besuchen beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte und dem Europarat. In Luxemburg stehen unter anderem Einblicke in den Gerichtshof der Europäischen Union auf dem Programm. In Brüssel ermöglichen exklusive Zugänge zur Europäischen Kommission und zum ARD-Auslandsstudio eine vertiefte Auseinandersetzung mit europäischer Rechtspolitik und einer medialen Perspektive. Den Abschluss bildet Den Haag – mit Besuchen zentraler Institutionen wie dem Internationalen Gerichtshof und der Organisation für das Verbot chemischer Waffen.
Einblicke, Austausch, Perspektiven
Führungen mit Fachpersonal vor Ort eröffnen Zugänge zu Institutionen, die der Öffentlichkeit oft verschlossen bleiben. Vorträge aus Wissenschaft und Praxis vertiefen die Inhalte, während Workshops und Diskussionsrunden Raum für Reflexion und Transfer bieten.
Die Studienreise verbindet aktuelle Fragestellungen zum Recht im Alltag mit historischen Entwicklungen, wie beispielsweise dem des Völkerrechts. Der rote Faden ist dabei die Rolle des Rechts in Europa und der Welt – und die Frage, wie sich Rechtsstaatlichkeit wirksam vermitteln lässt.
Ein besonderer Fokus liegt auf dem Austausch unter den Teilnehmenden. Unterschiedliche berufliche Perspektiven treffen aufeinander und fördern die Entwicklung konkreter Ideen und Ansätze für die eigene Praxis.
Ziel der Studienreise
Die Busreise richtet sich an Lehrkräfte, Multiplikator:innen aus Bildung und Sozialarbeit, Medienschaffende, Entscheidungsträger:innen, Schöff:innen sowie weitere Akteur:innen der Rechts- und Rechtsstaatsvermittlung.
Die Teilnehmenden werden darin gestärkt, in ihren jeweiligen Arbeitsfeldern fundierte Diskussionen über Recht und Rechtsstaatlichkeit anzustoßen und zu begleiten. Im Mittelpunkt stehen dabei Fragen des internationalen Rechts – insbesondere im Kontext der Europäischen Union und der Vereinten Nationen.
Informationen im Überblick
Reisedaten:
Beginn: Samstag, 17. Oktober 2026, 12:00 Uhr in Karlsruhe
Ende: Sonntag, 25. Oktober 2026, ca. 13:00 Uhr in Den Haag
Zielgruppe: Die Fortbildung richtet sich an Multiplikator:innen aus dem Bildungsbereich (Schule, politische Bildungsarbeit, VHS, sonstige Bildungseinrichtungen), aus dem sozialen Bereich (z.B. ehrenamtliche Jugendleiter:innen, Sozialarbeiter:innen) sowie an Medienschaffende, Entscheidungsträger:innen, (Kommunal-)Politiker:innen und fachlich interessierte Personen (z.B. Schöff:innen).
Reisedurchführung und -verlauf: Die neuntägige Studienreise wird von Mitarbeitenden der Stiftung Forum Recht begleitet. Die Anreise nach Karlsruhe ist individuell zu organisieren. Die Rückreise erfolgt ab Den Haag individuell. Die Studienreise wird mit Unterstützung eines Busunternehmens durchgeführt.
Sprachen: Gesicherte Deutsch- und Englischkenntnisse sind nötig. Die Reisebegleitung und soweit möglich auch das Programm sind deutschsprachig. Ein Teil des Programms, insbesondere die Besuche der internationalen Organisationen können auf Englisch stattfinden; eine Übersetzung ins Deutsche wird nicht angeboten.
Reiseveranstalter: wird noch bekanntgegeben
Übernachtung: Für die Teilnehmenden werden standardmäßig Doppelzimmer (bzw. soweit möglich Zweibettzimmer) inkl. Frühstück gebucht, die Zimmerzuteilung erfolgt im Verlauf des Bewerbungsverfahrens durch die Stiftung. Auf Wunsch ist gegen Preisaufschlag die Buchung eines Einzelzimmers inkl. Frühstück möglich. Die Unterkünfte werden noch bekanntgegeben. Es handelt sich dabei voraussichtlich um Mittelklassehotels.
Kosten: Eigenbeitrag in Höhe von 450 Euro bei Nutzung eines mit zwei Personen belegten Doppel- bzw. Zweibettzimmers. Einzelzimmerzuschlag: wird noch bekanntgegeben. Kosten für Mittags- und Abendverpflegung sind selbst zu tragen.
Benötigen Sie in Karlsruhe kein Hotel, versuchen wir in Absprache mit dem Reiseveranstalter eine kleine Preisreduktion zu ermöglichen.
Teilnahmestipendien: Der Förderverein Forum Recht Der Förderverein Forum Recht vergibt drei Stipendien à 600 Euro (450 Euro für den Eigenbeitrag und 150 Euro als Reisekostenzuschuss für die An- und Abreise), um Personen die Teilnahme an der Studienreise zu ermöglichen, für die dies sonst finanziell schwer möglich wäre. Im Anmeldeformular kann direkt die Bewerbung für das Stipendium mit angegeben werden.
Anmeldung: Eine verbindliche Anmeldung bzw. Bewerbung ist bis einschließlich Dienstag, 26. Juli 2026, möglich. Werden Sie für die Reise ausgewählt, erhalten Sie eine Zusage von uns mit weiteren Informationen zur Registrierung sowie zur Zahlung des Eigenbeitrags.
Kapazität & Auswahlverfahren: Die Teilnehmendenzahl ist auf 25 Personen begrenzt und der Eigenbeitrag trägt nur einen Teil der Kosten. Wir behalten uns daher vor, die Teilnehmendenauswahl anhand einer Reihe von Kriterien vorzunehmen. Dazu zählen insbesondere: Multiplikator:innen-Eigenschaft im Kontext politischer Bildung/Rechts(staats)vermittlung, ein Bezug zum Thema der Studienreise oder Umsetzungsmöglichkeiten im Rahmen der Multiplikatorentätigkeit, die Repräsentanz verschiedener Arbeitgeber und Institutionen, eine quantitative Geschlechterausgewogenheit, die regionale Streuung der Teilnehmenden sowie die Teilnahme an vergangenen Fortbildungen der Stiftung Forum Recht.
Ablaufplan für die Studienreise*
| Tag | Ort | geplante Aktivitäten |
|---|---|---|
| Samstag, 17. Oktober 2026 | Karlsruhe | Ankommen, Kennenlernen, Stadtrundgang |
| Sonntag, 18. Oktober 2026 | Karlsruhe | Vorträge und Workshops |
| Montag, 19. Oktober 2026 | Straßburg | Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte, Europarat |
| Dienstag, 20. Oktober 2026 | Luxemburg | EUGH, Besucherzentrum „Erlebnis Europa“ |
| Mittwoch, 21. Oktober 2026 | Brüssel | EU-Kommission, Europäischer Rat, ARD-Studio Brüssel |
| Donnerstag, 22. Oktober 2026 | Den Haag | Internationaler Gerichtshof, EUROJUST |
| Freitag, 23. Oktober 2026 | Den Haag | Internationaler Strafgerichtshof, OPCW |
| Samstag, 24. Oktober 2026 | Den Haag | Vorträge und Workshops |
| Sonntag, 25. Oktober 2026 | Den Haag | Abschluss, Abreise |
| * Änderungen vorbehalten. Das hier vorgestellte Programm stellt nur einen Auszug dar. Teilnehmende erhalten nach der Zusage Zugang zu unserer Beteiligungsplattform mit ergänzenden Informationen. | ||
- Sonntag, 19. Oktober: Karlsruhe: Individuelle Anreise nach Karlsruhe, nachmittags: Kennenlernen in der Stiftung Forum Recht, Stadtrundgang „Recht stadtlich!“, Vortrag 1: Dr. Detlev Fischer (ehem. Richter am BGH): „Die Aufbaujahre der Residenz des Rechts“; Vortrag 2: Jörg Müller (Präsident OLG Karlsruhe): „Kann die Justiz die Demokratie retten?“
- Montag, 20. Oktober: Karlsruhe: Besuch des Bundesverfassungsgerichts, Vortrag: Maximilian Hohmann (Anwalt u.a. für Verfassungsbeschwerden), Führung Bundesgerichtshof und Gespräch mit Richterin Dr. Christiane Schmaltz, Besuch der ARD-Rechtsredaktion des SWR und Treffen mit Frank Bräutigam
- Dienstag, 21. Oktober: Besuch der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe, Reise nach Stuttgart, Besuch der Justizvollzugsanstalt Stammheim und Gespräch mit Anstaltsleiter Matthias Nagel, Bustransfer Staatsarchiv Ludwigsburg, Vortrag: Dr. Peter Müller und Dr. Elke Koch: „Stammheim und die RAF“, Abendessen in Ludwigsburg, Weiterreise nach Nürnberg
- Mittwoch, 22. Oktober: Besuch Memorium Nürnberger Prozesse, Führung durch den Justizpalast Nürnberg sowie ggf. Besuch einer Strafverhandlung und Fragerunde mit Exptert:innen, Besuch der Polizeiinspektion Nürnberg-West und Fragerunde, Transfer nach Leipzig
- Donnerstag, 23. Oktober: Führung durch das Bundesverwaltungsgericht & Gespräch mit einer Richterin am BVerwG, Stadtrundgang „Recht stadtlich“, Besuch des Instituts für Rechtsmedizin, Impulsvortrag 1: Prof. Dr. Fabian Michel: "Rechts(staats)vermittlung: Demokratisches Recht und seine Vermittlung“, Impulsvortrag 2: Dr. Anselm Hartinger: „Rechtsstaatsvermittlung im Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig", Transfer nach Berlin
- Freitag, 24. Oktober: Gespräch mit Bärbel Kohake, Leiterin des Referats Stiftungen im Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz sowie Gespräch mit Rechtsanwältin Dr. Lilja Székessy (engagiert in der Rechtsberatung für Jugendliche des Berliner Anwaltsvereins), Besuch Gesellschaft für Freiheitsrechte, Vorstellung des Projekts AfD-Gutachten von Bijan Moini, Besuch Dokumentationszentrum Topographie des Terrors mit Seminar: „Politische Justiz im Nationalsozialismus“
- Samstag, 25. Oktober: Besuch der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, Abschlussrunde/Evaluation, 15:30 Abfahrt Bus nach Karlsruhe/individuelle Abreise
- *(Änderungen vorbehalten, Stand: 04.05.2026)
Bewerbung zur Teilnahme an der Studienreise
Für Rückfragen zu unseren Fortbildungen schreiben Sie uns gerne eine Email an fortbildungen(at)stiftung-forum-recht.de.
Rückblick
Hier erhalten Sie Eindrücke zu den vergangenen Thementagen Justizvollzug in Herne und Düsseldorf 2024.
Thementage zum Justizvollzug
Die Auftaktveranstaltungen zum neuen Fortbildungsangebot „Thementage“ boten am 29. November sowie 06. Dezember 2024 spannende Einblicke in den Justizvollzug in Bruchsal und Düsseldorf.