Lesefest „Leipzig liest“: Ronen Steinke & Matthias Quent
Vom 19. bis 22. März 2026 findet zeitgleich zur Leipziger Buchmesse das große Lesefest „Leipzig liest“ statt. Bei mehr als 2.000 Veranstaltungen können Besuchende Literatur und Schriftsteller:innen in Lesungen, Talkrunden und Mitmachaktionen live erleben. Auch die Stiftung Forum Recht ist am Donnerstag, 19. März, ein Veranstaltungsort des Lesefests: Soziologie-Professor Matthias Quent und der Jurist sowie Autor Ronen Steinke kommen ins Gespräch über Krisenbewältigung und Verteidigung des Grundrechts.
Ronen Steinke – Meinungsfreiheit (Berlin Verlag, 2026)
Noch nie gab es in der Bundesrepublik so viele und so strenge Gesetze zur Regulierung und Einschränkung der Meinungsfreiheit wie heute. In den vergangenen zehn Jahren ist eine Vielzahl neuer Paragrafen hinzugekommen, um bestimmte Äußerungen zu verbieten. Der Staat definiert etliche Sätze als strafbar, die noch vor zehn Jahren ganz klar unter die Meinungsfreiheit fielen. Ronen Steinke zeigt auf, wo neuerdings die Grenzen der Meinungsfreiheit verlaufen, auch im digitalen Raum. Gerade in der gegenwärtigen volatilen Lage, so argumentiert der promovierte Jurist, sollte das Land mehr Meinungsfreiheit wagen, anstatt zu glauben, man überzeuge Menschen, indem man ihnen den Mund verbietet.
Matthias Quent – Keine Macht der Ohnmacht (Piper Verlag, 2026)
Deutschland im Krisenmodus: hohe Preise, Kriege, Klimawandel, politische Radikalisierung. Millionen reagieren mit Wut oder ziehen sich zurück. Ohnmacht ist ein Massenphänomen – viele haben den Eindruck, nichts tun zu können. Dieses Buch analysiert die Reaktionen in der Gesellschaft: Wer kämpft, wer flieht, wer erstarrt – und warum das über die Zukunft unserer Demokratie entscheidet. Auf Basis neuer Daten und eindringlicher Fallgeschichten erklärt es Mechanismen und zeigt, wie wir wieder aktiv werden und ins Handeln kommen.
Moderation: Shelly Kupferberg
Hier finden Sie mehr Informationen zur Buchmesse und das gesamte Programm zu „Leipzig liest“.